
Investmentfonds: Geld anlegen mit Erfolg
Investmentfonds bieten Anlegern die Möglichkeit, an den Entwicklungen von börsennotierten Papieren teilzunehmen - mit einem geringeren Risiko und mit weniger Einstiegskapital als bei einer Direktinvestition. Investmentfonds können über Banken oder direkt an der Börse erworben werden. Das Startkapital für die regelmäßige Anlage liegt meist bei 50 Euro, Einmalanlagen gibt es oft ab 500 Euro. Der Anleger eines Investmentfonds erwirbt entsprechend seines Kapitals Anteile am jeweiligen Fonds. Investmentfonds gibt es mit Aktien, mit festverzinslichen Wertpapieren, mit Immobilien, als Mischvariante mit verschiedenen Investments und als Dachfonds, die wiederum Anteile von Investmentfonds erwerben.
Der Vorteil von Investmentfonds liegt in der breiteren Streuung von Chancen und Risiken. Investiert ein Anleger beispielsweise nur in einzelne Aktien, besteht die Möglichkeit, bei sinkenden Kursen Geld zu verlieren. Bei Investmentfonds mit Aktien können besser laufende Aktien mögliche Kursverluste wieder ausgleichen. Das Risiko ist damit auf viele verschiedene Aktien und Wertpapiere breiter verteilt. Im langfristigen Vergleich gegenüber traditionellen Sparanlagen schneiden die Renditen von Börsenanlagen in der Regel besser ab. Das Management der Fonds übernehmen erfahrene Börsenprofis, die täglich rund um die Uhr die Börsen in aller Welt beobachten und auf dieser Basis Wertpapiere kaufen und verkaufen, um den Kurs der Investmentfonds positiv zu beeinflussen.
Die Anlageschwerpunkte von Fonds sind sehr vielfältig. So investieren die Experten unter anderem in regionale Schwerpunkte - zum Beispiel nur deutsche Aktien oder nur europäische Aktien – oder in bestimmte Wirtschaftssegmente - beispielsweise in Aktien von Biotechnologieunternehmen oder Medienunternehmen.
Bei Fonds wird täglich ein so genannter Rücknahmepreis ermittelt. Anleger können ihre Anteile zu diesem Preis verkaufen und damit wieder zu Geld machen. Käufer müssen auf den Rücknahmepreis noch einen Aufschlag zahlen - zwischen 3 und 5 Prozent. Dieser Preis wird als Ausgabepreis bezeichnet. Einen Gewinn hat ein Anleger erzielt, wenn der Rücknahmepreis während der Investmentdauer über dem Ausgabepreis liegt. Die Fondsanteile können täglich wieder verkauft werden. Eine Kündigungsfrist existiert nicht. Bis zur Einführung der Abgeltungssteuer gilt auch für Fonds die Regelung zur Spekulationsfrist. das bedeutet, dass nach einer Haltedauer von einem Jahr die Verkaufsgewinne steuerfrei sind.
Einen Spezialfall bilden die sogenannten "Geschlossenen Fonds" wie Geschlossene Immobilienfonds oder Schiffsfonds: Diese Fonds werden nicht täglich gehandelt und die Rückzahlung des Kapitals erfolgt erst am Laufzeitende, d.h. ein Zwischenzeitlicher Verkauf ist nur über den sogenannten Zweitmarkt möglich.
Weitere kostenlose Informationen zur Investmentfonds-Anlage
Investmentfonds eigenen sich nicht nur als Einmalanlage, sondern auch zum Aufbau eines Vermögens mit monatlichen kleinen Beträgen. Per Dauerauftrag erwirbt die Anlagegesellschaft im Auftrag des Anlegers jeden Monat für einen gleich hohen Betrag Fondsanteile. Durch sich immer wieder verändernde Kurse können bei niedrigen Kursen in einem Monat mehr Anteile und im anderen Monat weniger Anteile erworben werden. Der ermittelte durchschnittliche Kaufkurs ist dann oft günstiger als bei einer Einmalanlage. Finanzprofis bezeichnen diesen Vorgang als Cost-Average-Effekt.
Bei Fonds, die vorwiegend in verzinste Wertpapiere oder Immobilien investieren, steht der kontinuierliche Wertzuwachs im Mittelpunkt. Die Kursänderungen fallen hier meist geringer aus. Diese Fondsvarianten sind für eher konservativ ausgerichtete Anleger geeignet.